Lunch2.0

Die “2.0″-Mania nimmt weiter ihren Lauf. Jetzt wird auch das Mittagessen auf 2.0 upgegradet.

Heute war das erste Lunch2.0 auf deutschem Boden, im Restaurant Atlas in Hamburg. Lunch2.0 ist ein “soziales Mittagessen”, eben ganz im Stil von web2.0. Es wurde sich aber vorher Gedanken gemacht, wie das Ganze bezahlt werden kann. Das hat Cellity übernommen.

Das Schnitzel mit Kartoffel-Gurken-Salat hat geschmeckt und es saßen interessante Gesprächspartner am Tisch. Ein voller Erfolg also. Vielen Dank an Sarik Weber für das Sponsoring und Timo Heuer für die Organisation.

Ich freue mich schon auf das nächste Lunch2.0, welches voraussichtlich am 28.06.07 im Dexters in Hamburg stattfinden wird. Da gibt es dann keine Wiener Schnitzel, sondern amerikanische Burger.

Grillen2.0

Grillen

Ich bin bekennender Grill-Fan. Und das nicht erst seit ich mich für Südafrika als Zweitwohnsitz entschieden habe, sondern schon seit vielen Jahren. Früher habe ich immer mit Holzkohle gegrillt. Das “Löschen” mit Bier war einfach großartig. Aber mit zunehmendem Alter wird man fauler und auch mehr zum Feinschmecker. Deshalb schwöre ich jetzt auf meinen Gasgrill. Denn mit dem kann ich die Steaks auf die Minute genau grillen. Das ist sozusagen Grillen 2.0.

Bubble2.0

Viele fragen sich, befinden wir uns in der Bubble2.0?

Einige Faktoren sprechen dafür:
- Es ist wieder mehr Venture Capital vorhanden, als sinnvoll ausgegeben werden kann
- Investoren beteiligen sich an Unternehmen, die noch nicht wissen wie sie Geld verdienen können
- Bewertungen erfolgen zum Teil wieder anhand von Userzahlen und nicht auf Grundlage von Umsatz und Gewinn
- es gibt wieder von jeder halbwegs guten Idee zig Klone

Was dagegen spricht:
- die meisten Investoren haben aus den Fehlern der Jahrtausendwende gelernt
- viele Gründer haben bereits langjährige Erfahrungen im Internetbusiness
- erfahrene Business-Angel stehen vielen Gründungen zur Seite
- die Presse jubelt nicht mehr jedes Startup nach oben, sondern berichtet kritisch
- es gibt nicht die vielen Börsengänge von Internetunternehmen
- der Onlinewerbemarkt ist sehr stabil und nicht durch unkontrollierte Spendings von Startups getragen
- eCommerce hat sich durchgesetzt
- Internet-Startups benötigen heute wesentlich weniger Geld, als noch 1999.

Meine Meinung:

Es gibt keine Bubble2.0.
Gute Ideen mit tragfähigen Businessmodellen werden sich durchsetzen. Aber die vielen Klone werden nicht überleben. Es gibt keine Notwendigkeit für zum Beispiel 10 Familiennetzwerke. Es werden 2-3 Anbieter den Markt unter sich aufteilen, der Rest wird in der Bedeutungslosigkeit versinken. Das haben wir aus der ersten Welle gelernt. Es gibt in den meisten Segmenten nur noch 2-3 große Anbieter. 2 Autobörsen, 2 Immobilienbörsen, 1 Auktionshaus, 1 Suchmaschine. Ausnahme ist der Markt der Singlebörsen, wo noch 5-6 relevante Player am Markt sind. Aber auch dort wird es eine Konzentration geben.

Ich sehe es wie Torsten Ahlers, ich bin optimistisch und wünsche jedem Gründer eines Startups viel Erfolg. Abgerechnet wird am Ende des Tages. Und so kann man auch mit einer kopierten Idee Marktführer werden, wenn man sie einfach besser umsetzt.

kuriose Businesspläne

Ich habe nun schon mehr als 120 Businesspläne zugeschickt bekommen. Viele klassisch aufbereitet, mit viel Aufwand und Herzblut erstellt. Einige originell und manche auch kurios. Wie dieses “Schriftstück” von dukudu.de, die seit kurzem auch online sind. Es handelt sich um ein Twitter-Klon, allerdings deutlich weitergedacht. Der Name ist ganz interessant: Du Kudu. Ein Kudu ist eine Antilope, die in meiner zweiten Wahlheimat Südafrika zu Hause ist.

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PS: Dieses Dokument wurde mit Einverständnis der Gründer hier online gestellt. Selbstverständlich behandel ich alle mir zugesandten Informationen vertraulich.

Wer braucht die ad:tech in Deutschland?

So leid es mir tut – das war nichts. Ich hatte mir gewünscht, dass in meiner Heimatstadt Hamburg ein Event im Onlinebereich erfolgreich ist. Die ad:tech Hamburg war es aus meiner Sicht leider nicht. Als ich gestern um 10.00 Uhr ankam, war die Halle fast noch leer. Die Aussteller sind, bis auf wenige Ausnahmen, kleine Unternehmen. Die Großen der Branche suchte man vergebens. Zum Mittag hin füllte es sich zwar etwas. Aber mit der OMD ist das kein Vergleich. Noch nicht einmal in schlechtesten OMD-Zeiten war so wenig los. Beim Studieren des Kongress-Programms auch nicht viel Neues. Es sind immer wieder die gleichen Referenten mit bekannten Themen.

Für mich kein Beinbruch, denn ich hatte nur 10 Minuten Fahrtweg zum Congress-Center. Und natürlich habe ich wieder viele alte Bekannte getroffen und auch ein paar neue, interessante Menschen kennengelernt.

Viele fragen sich nun, braucht die Branche eine 2. Veranstaltung zur OMD? Meine Meinung dazu: nein. ad:tech sollte sich auf die wirklich gut besuchten Veranstaltungen in UK und USA konzentrieren. In Deutschland ist zu befürchten, dass es kein Erfolg wird.