Ancestry.com für mehr als 300 Mio. Dollar übernommen

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Wie Techcrunch berichtet, wurde das Unternehmen The Generations Network (ancestry.com und myfamily.com) im Rahmen eines privaten Buy Outs für 300 Millionen Dollar übernommen.

Das Unternehmen hatte laut Comscore im August 8,2 Millionen Besucher auf den angeschlossenen Seiten. Im Laufe der Jahre wurden 95 Millionen US$ an Venture Capital in das Unternehmen investiert.

Das sind alles Zahlen, die in Deutschland schwer vorstellbar sind. Aber diese Transaktion und die Bewertung von Geni.com (100 Mio. US$) zeigen, dass der Markt für Familiennetzwerke sehr interessant ist. Auch was die Umsatzerlöse angeht. Denn laut Techcrunch erwirtschaftet TGN mehr als 150 Millionen US$ Umsatz und ist hochprofitabel.

In Deutschland sind in den letzten Monaten ebenfalls Familiennetzwerke an den Start gegangen. Verwandt.de hat im Moment die Nase vorn. FamilyOne und PaulsMama hecheln noch hinterher. Aber das Leben ist ein Marathon und kein Sprint. Wie schnell sich die Präferenzen bei Communities ändern, haben viele Beispiele der Vergangenheit gezeigt.

8 Gedanken zu „Ancestry.com für mehr als 300 Mio. Dollar übernommen“

  1. Also.. meiner Meinung nach sind das keine 150 Mio Dollar gewesen, die verdient wurden, jedenfalls nicht in einem Jahreszeitraum.

    Weil man verkauft normalerweise um das 3,5 fache des Umsatzes.. so lautet jedenfalls ne alte Faustregel.. Das wäre in diesem Fall um die 500 Mio..

    Also immer mit Vorsicht zu geniessen, solche Berichte..

    Gruss,
    Andreas

  2. Wie kommst du denn darauf? Das 3,5 fache des Umsatzes?? Wessen Umsatz? Eine Herstellers? Eines Einzelhändlers? Einer Bank? Eines Webunternehmens? Eines Autohändlers?? Welche Branche, welche Grössenordnung, welche Marktposition, welche Konstellation, zu welchem Zeitpunkt?… Es gibt keine Faustregeln.

  3. Wahnsinn, alleine bei den 95 Mio. Dollar VC bekomme ich tränende Augen – aber der ganze Bereich Familien-Networking & Genealogie ist insofern sehr spannend, weil potentiell jeder Internetnutzer ein Kunde wäre.

    Allerdings sehe ich persönlich keinen großen Vorteil darin, sich mit Menschen, die man sowieso regelmäßig hört/sieht/mailt, über ein “externes” Angebot zu vernetzen, was über das persönliche Adressbuch bzw. Telefobuch hinaus geht…

    PS: “hächeln” schreibt man mit “e” :-)

  4. @ Andreas:

    Ich sehe das wie Cem. Es gibt keine Standardbewertungsformel. Das ist letztlich immer Verhandlungsbasis zwischen Käufer und Verkäufer. Dabei müssen zum Beispiel auch die künftigen Wachstumsprognosen berücksichtigt werden. Umsatz ist ohnehin keine gebräuchliche Basis, sondern eher der Gewinn des Unternehmens.

  5. Gerade im Hinblick auf die Wachstumsprognosen und generierten Umsätze würde mich mal interessieren, ob das StudiVZ die Erwartungen von Holzbrinck in den ersten Monaten erfüllt hat oder ob es underperformed…

  6. @jens – da müsstet Ihr aber mit Paulsmama noch einiges tun. Ich stehe da seit Wochen als viert neustes Mitglied drin. Man wird nur zugespamt dank des Punktesystems und es gibt absolut keinen Mehrwert. Stammbaum? Wer braucht das!?

    Meiner Ansicht nach kümmert sich da weder Deine Frau noch Du noch ein Angestellter drum. Schade eigentlich – ich war da sehr gespannt drauf. Ich betreibe selbst ein kleines Eltern Netzwerk seit ca. 6 Monaten. Aber wir haben ohne Geld und ohne Werbung täglich neue Anmeldungen unter denen sich auch wirklich aktive Benutzer befinden.

    Also Paulsmama darf eigentlich (sorry) unter den Familiennetzwerken gar nicht genannt werden.

    Viele liebe Grüße
    Jens

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