Facebook und die Klickrate

Vor einigen Monaten hatte ich bereits über die katastrophale Klickrate in Social Networks, insbesondere bei Facebook, geschrieben. Nun hatte ich große Hoffnung in das Usertargeting gesetzt. Vor ein paar Tagen hat Facebook erste Versuche mit Usertargeting begonnen und ich habe getestet. Es wurde ein sogenannter Flyer-Pro eingebucht. Targeting: Deuschland, Frauen, zwischen 25-35 Jahre, verheiratet oder verlobt. Also typische Zielgruppe für eine Familiencommunity. Die Ergebnisse sind leider ernüchternd.

In meinem Versuch wurde eine Klickrate von 0,043% erreicht. Nun ist die Klickrate sicherlich nicht das einzige Beurteilungskriterium einer Kampagne, sondern auch Brandingeffekte und ggf. Leadgenerierung und Abverkauf. Ich denke, dass sich der Brandingeffekt auf Facebook in Grenzen hält, da die User eben keine große Beachtung der Werbung schenken. Und Leadgenerierung und Abverkauf können auch erst entstehen, wenn der User auf das Werbemittel geklickt hat.

Meine Einschätzung. Facebook muss an neuen Werbeformen arbeiten, die den User nicht zu sehr stören, die aber beachtet werden. Relevanz allein ist da noch zu wenig. Keine einfache Aufgabe, aber Facebook war schon oft für Überraschungen gut.

11 Gedanken zu „Facebook und die Klickrate“

  1. Das wird sich auch mit neuen Werbeformen nicht ändern. Die Erfahrungen existieren seit 10 Jahren und es hat einen guten Grund, warum Werbekunden Communities meiden.

    Und Du kannst mir glauben, daß wir (90.000 Foren) und unsere Wettbewerber – auch in Bezug auf Werbeformen – Einiges ausprobiert haben.

    Nutzer einer Community – mögen sie auch noch so affin sein – befinden sich während der Nutzung halt nicht in einer Phase, wo sie für kommerzielle Angebot offen sind.

  2. Hat Facebook an der Stelle vielleicht auch unter “Problemen der Globalisierung” zu leiden?

    US-User sind vll schwerer dafür zu begeistern, auf den Ad einer europäischen oder deutschen Plattform zu klicken…
    … und auf der anderen Seite sind vielleicht in Deutschland mit wohl gut 260.000 noch nicht genug User vorhanden, die die Zielrguppe überhaupt erfüllen, oder?

  3. Nach meiner Meinung sind alle Werbestrategien im Community-Bereich ein riesen Flop, zumindest aus Sicht vom Endkunden. Noch nie habe ich eine interessante Werbung gesehen, die mich persönlich ansprach.

    Das große Problem ist, dass ich in einer Community viel mache und tue. Da mal kurz eine Nachricht schreiben und hier mal Fotos anschauen usw….wer hat da noch Lust eine völlig andere Seite zu besuchen wenn man gerade beschäftigt ist? Um ehrlich zu sein, sind die Werbeeinblendung auch eher nervig als symphatisch.
    Die schlechtesten Werbemaßnahmen sind bis heute Pop-Ups und Banner. Das große Problem ist, dass man sich keine Gedanken um die Bedürfnisse der Endkunden macht, sondern sich nur drum kümmert viele User zu gewinnen und irgendwann mal die Plattform für Millionen an Google und Co. zu verkaufen, na klar wer würde bei solchen Angeboten auch Nein sagen :-) ?

    Das Geschäftsmodell der Communities kann aber nicht sein viele User zu gewinnen und einfach irgendwelche Werbung zu schalten. Das funktioniert vielleicht im TV, aber auf Community-Seiten (noch) nicht.

    Die einzige Werbung, die dem Endkunden was bringt ist bis heute Google Der Grund dafür ist, dass die Werbeinblendungen zu den Suchanfragen passen, oft hilfreich sind und auch nicht nerven (wie bei den Banner/Pop-Ups).

    Wenn ich Chef von Facebook wäre … vielleicht werd ich es noch :-), würde ich folg. Aufruf starten:
    Die jenigen die die besten Werbeaktionen anbieten, können günstiger Werbung schalten. Das bedeutet: Wenn Firma XY das Produkt diese Woche 30% günstiger verkauft, dann kann die Firma auch günstig Werbung schalten.

    Den Endkunden würde es wenigstens was bringen … den Klickraten ebenso und alle sind zufrieden. Aber wer hört denn auf mich?

  4. Schließe mich Aleks Meinung an. Und auch Ads können gut gemacht sein, interaktive Widgets wie das von Daft Punk sind doch kalsse und verleiten ja gerade zum Klick.

  5. jeder einzelne von euch hat wirklich gute Ideen für eine Lösung des “Targeting-Problems”, wichtig wäre es etwas zu schaffen, was nun all eure Lösungsansätze vereint und evtl. zu einer Art Ei des Kolumbus werden kann.

    Ich habe auf der IWK (München) einen äusserst interessanten neuen Ansatz von deutschlandklickt.de kennengelernt. Ich glaube es handelt sich um eine sehr smarte Lösung, die es nachhaltig schaffen könnte Commerce mit guter Conversion in einem attraktiven Umfeld an die Konsumenten zu bringen. Auch mein eigener Betatest zur gestrigen Einführung des Portals lässt mich weiterhin hoffen, dass es gelingen kann.

    Bei diesem Projekt hat man die richtige Entscheidung getroffen und sich zusätzlich eines erfahrenen externen Datenlieferanten aus der klassichen Offline-OnetoONe-Welt bedient. Ich denke es kommt um erfolgreich zu sein, auf folgende zwei Dinge im Kern an:

    1.
    Die Daten auf denen man ein Targeting betreibt müssen zuverlässig und korrekt sein. Das geht besser wenn man einen kompetenten Datenpartner hat, der die Adressen am besten in Echtzeit bei der Registrierung validiert und nochmal qualifiziert.
    Darüber hinaus kann man auch durch die zusätzliche Datenanreicherung von Konsummerkmalen und Konsumtypologien zu den eigens erhobenen Informationen bei der Registrierung des Users und seinem Verhaltens innerhalb der Website bessere Profilierungen durchführen.

    Das allein bildet jedoch nur die BASIS bzw. die Grundlage!

    2.
    Nun kommt es noch auf die Schaffung des richtigen Umfelds an. Ich nenne das mal “Atmosphäre”.

    Der User muss in eine solche Stimmung gebracht werden , dass er sich wohlfühlt und aktiv wird. Dieses schafft man in der Regel durch Anreize, welches Preise sein können, aber auch relevante Angebote mit attraktivem Preis-/Leistungsverhältnis.

    Abschliessend will der User bzw. wollen wir alle doch auch Spaß haben bei dem was wir tun.

    Im Fokus muss der User fair und vorteilhaft behandelt werden. Dann ist alles korrekt!

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