Kunst-Outlet verkauft

Ich habe das Unternehmen Kunst-Outlet verkauft.
Warum? Ziel war es eine Kette von etwa 100 Läden aufzubauen. Dafür konnte ich nicht das nötige Kapital beschaffen. Jeder Laden kostet immerhin ca. 150.000€. Es passt aber nicht in meine Strategie zwei Läden zu betreiben. Das bietet mir zu wenig Potential und bindet zu viel meiner Zeitressourcen.
Zurückblickend bleibt einzuschätzen, dass das Konzept funktioniert. Jemand, der solch einen Laden inhaberführt und selbst mitarbeitet, verdient gutes Geld.
Heute habe ich die Schlüssel an den neuen Eigentümer übergeben. Das ist immer ein sentimentaler Moment, denn es heißt Abschied nehmen, von einem Projekt in das ich viel Herzblut gesteckt habe.
29. Dezember 2007 um 18:21
Mit Gewinn, oder draufgelegt?
29. Dezember 2007 um 19:00
Wo werden die “Gemälde” denn produziert? In China? Zu welchen Arbeitsbedingungen?
29. Dezember 2007 um 21:26
@ Herr Kunath:
das wäre doch ein anlass zu unseren bisherigen fragen :
http://www.jenskunath.eu/2007/12/10/beeings-wirkt/#comments
wie laufen ihre beteiligungen?
29. Dezember 2007 um 21:30
@Dirk: Ich bin zufrieden.
@Informant: Ja, ein Teil der Gemälde kommt aus China. Ein anderer Teil wird von Hamburger Künstlern gemalt und weitere Bilder kommen aus Quellen in anderen Ländern.
Was soll die Frage nach den Arbeitsbedingungen in China? Wo wird das Spielzeug unserer Kinder hergestellt? Wo die Computer, wo die Kleidung die Sie tragen?
@Kay: Ich werde in den nächsten Tagen/Wochen einige Fragen beantworten. Ich darf Sie also noch etwas um Geduld bitten.
29. Dezember 2007 um 23:36
Ja - z.B. Kleidung und Spielzeug wird in China hergestellt - oft zu erbärmlichen Bedingungen für die Arbeitersklaven in den Fabriken. Muss man ja aber nicht kaufen. Ich denke Geschäftsmodelle, die auf Produkte aus für uns deutsche Kunden undurchsichtigen Herstellungsprozessen aufbauen, sind langfristig nicht tragbar. Ich könnte die Vorstellung, mein Kunstwerk an der Wand aus dem Kunst-Outlet wäre vielleicht von einem übermüdeten Chinesen in seiner 15 Arbeitsstunde mit knurrendem Magen erstellt worden, jedenfalls nicht verdrängen.
Ach ja - die Künstler aus Hamburg - clever, macht sich gut im Bereich PR - aber ob das wirklich wirkt?
Wieviel Prozent der Werke wurden denn ungefähr in Europa zu europäischen Arbeitsbedingungen geschaffen?
Übrigens: Immer mehr Unternehmen beugen sich dem Druck der Konsumenten und lassen die Arbeitsbedingungen vor Ort von unabhängigen Organisationen überprüfen…
30. Dezember 2007 um 00:05
@Jens: dann gratuliere ich dir zum nachträglichen weihnachtsgeschenk und bin schon gespannt auf die antworten an kay
30. Dezember 2007 um 16:26
@Informant: Anstatt die Arbeitsbedingungen dort zu kritisieren, wo sie nicht geändert werden können, empfehle ich einen Besuch bei http://www.worldvision.de oder http://www.amnesty.org - eventuell haben Sie dort die Möglichkeit, ehrenamtlich tätig zu werden respektive Geld für die Arbeit vor Ort zu spenden, um wirklich etwas zu “bewegen”…
30. Dezember 2007 um 16:30
PS - den Satz hatte ich überlesen:
“Übrigens: Immer mehr Unternehmen beugen sich dem Druck der Konsumenten und lassen die Arbeitsbedingungen vor Ort von unabhängigen Organisationen überprüfen…”
Und genau vor Kunst-”Outlets” stehen tausende von Konsumenten - schreiend, fordernd, mit Transparenten behangen, in Sitzgruppen an kleinen Feuern, singend und demonstrieren für die faire Produktion eines zwanzig Euro Bildes ;-)))
30. Dezember 2007 um 19:32
@ Rene:
Etablierte Organisationen oder Demos sind eine Möglichkeit. Praktikabler für die Mehrheit ist es vermutlich, um Firmen, die sich nicht extern auf ethische Bedingungen kontrollieren lassen, einen Bogen zu machen.
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/716241/
http://www.suedwind-institut.de
02. Januar 2008 um 10:57
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