Was die letzten Tage geschah…

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Ich weile derzeit für ein paar Tage in Deutschland. Grund war die Konferenz DLD08, aber auch ein paar Besuche bei Beteiligungen.

DLD, eine von Hubert Burda organisierte und gesponserte Veranstaltung, war sehr gut. Für mich die beste Veranstaltung dieser Art in Deutschland. Viele durften aus Platzgründen nicht teilnehmen. Das hat aber auch die positive Folge, dass das Publikum durchweg hochkarätig ist. Ich habe sehr gute Gespräche geführt. Die Vorträge waren ebenfalls sehr hochkarätig besetzt, zum großen Teil mit US-amerikanischer Internetprominzenz. Nur Naomi Campbell hat dann doch nicht ihren Vortrag gehalten. Über den Grund darf spekuliert werden. Wahrscheinlich hat die Frisur nicht gesessen, oder die Schuhe haben nicht zum Kleid gepasst. Am wahrscheinlichsten ist aber, dass es in München geregnet hat und sie deshalb lieber im Hotel geblieben ist. Ich war auf den Vortrag sehr gespannt, denn ich habe mich schon die ganze Zeit gefragt, was sie zum Thema Internetzukunft beitragen kann.

Für alle, die nicht dabei waren gibt es hier die Videoaufzeichnungen.

Eine Kleinigkeit hat dann doch die Audienz in Aufregung versetzt. Weltweit sind die Aktienmärkte am Montag eingebrochen. Das tat vielen sehr weh, sind doch gerade die Internetunternehmer risikofreudig und deshalb in Aktien investiert. Ist das nun der Vorbote eines Crashs? Mich hat das ein wenig an die CEBIT 2000 erinnert. Als ich von der CEBIT zurück kam, war mein Depot nur noch die Hälfte wert. So schlimm war es dann diesesmal doch nicht und ich war mutig und habe heute morgen bereits einige Positionen nachgekauft. Eher mit kurzfristigem Hintergrund, denn ich denke die Korrektur ist noch nicht vorbei.

2 Gedanken zu „Was die letzten Tage geschah…“

  1. Ja, DLD ist wirklich ein exzellente Veranstaltung. Die Videos gehören zum Pflichtprogramm. Wirklich hochkarätige Panel-Teilnehmer statt der übliche DE-Inzest-Konferenzszene.

    Zur Börse… naja, der “Crash” war ja ein rein deutsche Phänomen, das m.E. vorallem durch den handelsfreien Tag in den USA verursacht wurde. Die amerikanischen Verkaufsorders landeten halt in unserem, vergleichweise engen Markt und das kann nicht gut gehen.

    Fundamental ist die Situation nicht mit vergangenen Kursrutschen (98,87 etc.) vergleichbar. Aktien sind vergleichweise günstig bewertet und die Konjunktur in den USA verliert ein wenig an Drive.

    Die Banken waren schon immer und bleiben die Achillesverse der Weltfinanzmärkte. Da wird immer wieder gezockt und sämtliche Grundregeln des Risikomanagements ignoriert. Da gehört imho mal mit dem eisernen Besen gekehrt. Da riskieren Einzelne den Wohlstand aller.

    Viele Grüße vom Wannsee,

    Sebastian

    PS: Ich verkauf nix ;-)

  2. An die beagte CEBIT kann ich mich auch noch gut erinnern aich wenn ich damals erst 18 war und mein Depot dementsprechend :-)
    Ist schon heftig wie teilweise mehr als die Gewinne des Vorjahres innerhalb von einem verschlafenen Montag Morgen ausradiert werden. Auch wenn es noch weiter runter gehen sollte, einigen Werten tut die Korrektur nur gut und ist längst überfällig vor allem wenn ich an die inzwischen mehr als sportlichen Bewertungen bei AMZN, AAPL und GOOG denke.. Als ich bei Apple kurz vor Silvester noch jeden Tag Buy-Einschätzungen gehört habe mit Kurszielen von 250-300$ und bei Google schon Wetten abgeschlossen wurden wann endlich die 1000 kommen war es abzusehen. 2000/2001 war es ähnlich.

    Allen investierten die Besten Wünsche,

    Thorsten

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